Sinnvolle Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel bei Unruhe und Angstzuständen?

Nicht nur bei Schlafproblemen, Unruhe und Ängsten kann die zusätzliche Einnahme von Magnesium sinnvoll sein. Auch pflanzliche Wirkstoffe können gute ergänzende Hilfsmittel sein.
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Dieser Beitrag soll wie alle anderen Informationen auf meiner Webseite explizit nicht zur Aufforderung einer Selbstbehandlung dienen. Ich möchte hier nur meine persönlichen Erfahrungen mit den entsprechenden Mitteln, die ich gegen meine damals vorhandenen Unruhe- und Angstzustände genommen habe vermitteln.

Das z.B. die Baldrianwurzel bei Schlafproblemen helfen kann oder das Magnesium entspannend und krampflösend wirkt ist zwar wissenschaftlich unumstritten, doch es wurden die meisten repräsentativen wissenschaftlichen Doppelblindstudien wohl eher mit den synthetischen Schlafmitteln und sonstigen Psychopharmaka gemacht. Diese können jedoch je nach Medikament schnell abhängig machen und haben häufig sehr viele, teils schwere Nebenwirkungen. Ich habe mich daher für natürliche pflanzliche Extrakte sowie sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel als eine von vielen Maßnahmen zur unterstützenden Behandlung meiner damals vorhandenen psychischen Probleme entschieden.



Was kann bei Unruhe und Angstzuständen auf sanfte Weise helfen?

Da für mich von Anfang an keine synthetischen Medikamente zur Behandlung und Heilung in Frage kamen, informierte ich mich monatelang täglich mehrere Stunden im Internet über Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Diese sollten mir vor allem bei meiner extremen inneren Unruhe – es war wie ein inneres Beben im ganzen Körper – und meinen ständigen Ängsten die mich begleitet hatten Linderung verschaffen.

Ich wälzte jegliche Quellen die ich finden konnte, von aus heutiger Sicht eher scheinseriösen Webseiten bis hin zu medizinischen und naturheilkundlichen Blogs und wissenschaftlichen Studiendatenbänken. Ich fand wirklich unzählige Möglichkeiten per pflanzlicher Hilfsmittel, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bis hin zu einfachen Lebensmitteln, die bei Unruhe und Angst unterstützend helfen könnten.

Auf der einen Seite bedeutete diese intensive Suche und genaue Recherche für mich eine große Anstrengung und auch Stress bei der gewaltigen Informationsflut und den ganzen Möglichkeiten die ich fand, zum anderen wirkte es aber auch beruhigend auf mich und es zeigte mir das ich persönlich aktiv etwas tun kann um mir selbst zu helfen. Drei Substanzen halfen mir aus meiner Erfahrung bezüglich Unruhe und Angst besonders gut:

Baldrian

Eines der wohl bekanntesten Mittel vor allem bei Stress und Schlafproblemen ist Baldrian. Die Pflanze ist seit Jahrtausenden in Bezug auf ihre Wirksamkeit bekannt und wurde auch wissenschaftlich sehr gut erforscht. Ich hatte mir damals eines der möglichst saubersten und hochdosiertesten frei verkäuflichen Präparate gekauft. Sauber in Bezug auf das Weglassen unzähliger unnötiger Zusatzstoffe, die leider häufig in solchen Produkten vorkommen. Am besten hat mir Baldrian Nacht von Kneip* gefallen. Hohe Dosis, wenig Zusatzstoffe (ganz frei davon ist aber leider auch dieses Präparat nicht, es enthält aber z.B. kein unnötiges Titandioxid oder Azofarbstoffe).

Wirkung von Baldrianwurzelextrakt auf meine Unruhe, Ängste und Schlafprobleme

Ich konnte nach einigen Tagen der Einnahme eine spürbare Erhöhung der Schlafenszeit und etwas mehr Ruhe am Abend bei mir feststellen. Ich nahm allerdings schon nachmittags eine dieser Tabletten und dann nochmal eine abends. Bei Bedarf kam auch noch eine Dritte dazu. Diese Dosierung ist natürlich genauso individuell zu Verstehen wie meine persönliche Erfahrung damit. Ich konnte über den Baldrian definitiv etwas positives Mitnehmen. Meine zunächst sehr kurze Schlafenszeit von nur 1-3 Stunden die Nacht verbesserte sich zusammen mit den anderen Maßnahmen die ich getroffen hatte nach etwas über einem Monat bereits auf Durchschnittlich 4-5 Stunden. Das war für mich damals ein enormer Fortschritt!

Magnesium

Magnesium gehört zu den mit Abstand wichtigsten Mineralstoffen des Körpers. Natürlich sind alle Mineralstoffe wichtig, doch Magnesium hat eine sichtlich entspannende und beruhigende Wirkung auf die Nerven und unterstützt grundlegend die Herz- Kreislauffunktion. Wichtig war mir bei der Wahl eines Magnesium Präparats, das auch hier möglichst keine unnötigen Zusatzstoffe wie z.B. Titandioxid, Azofarbstoffe oder Magnesiumstearat enthalten sind. Magnesium wird als Nahrungsergänzungsmittel freiverkäuflich geführt. Neben der völligen Freiheit von Zusatzstoffen war mir ebenso die leichte Verfügbarkeit für den Körper wichtig. Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird man von einer unglaublichen Angebotsvielfalt zunächst förmlich überladen. Der Vorteil ist jedoch das man viele saubere Präparate in Bezug auf die Zusatzstoffe auswählen kann, wenn man sich deren Inhaltsstoffangaben genau durchliest und sich für die Suche Zeit nimmt. Ich entschied mich daher für ein laborgeprüftes Magnesiumcitrat*.

Ebenfalls sehr gut und manchmal je nach individueller Aufnahmemöglichkeiten des eigenen Körpers sogar noch wesentlich besser, sind Kombinationsprodukte mit mehrere verschiedene Magnesiumverbindungen. Hier sagt mir das aus sieben Magnesiumverbindungen bestehende Pulver, welches nur in pflanzlichen Zellulose Kapseln gepackt wurde von Lebenskraft Pur* besonders zu.  Beide persönlichen Empfehlungen sind natürlich frei von jeglichen unnötigen oder bedenklichen Zusatzstoffen und auch aus eigener Erfahrung von sehr hoher Qualität!

Magnesium und seine Wirkung aus eigener Erfahrung nicht nur bei Schlafstörungen, Unruhe und Angstzuständen

Das Magnesium brachte mir nicht nur einfach etwas Unterstützung beim ruhiger werden, sondern reduzierte vor allem auch mein extremes nächtliches Zittern. Zudem bemerkte ich eine bessere Entspannung der Muskeln. Ganz massiv positiv gingen bei mir die Herzrhythmusstörungen innerhalb kürzester Zeit nach der Einnahme zurück, die immer wieder vor allem nachmittags und abends auftraten.

Die empfohlene Aufnahmemenge die oft auch als benötigte Tagesdosis angegeben wird beträgt zwischen 300 – 400 Milligramm Magnesium. Ich nahm später mehr als 800-1200 Milligramm am Tag auf, manchmal war es auch etwas mehr. Zu Beginn passte ich jedoch besonders gut bei der hohen Einnahmemenge auf, denn zu viel Magnesium kann abführend wirken.

Die Menge von nur 300-400 Milligramm Magnesium am Tag die empfohlen wird, brachte mir persönlich nur eine geringe Verbesserung. Ich lies natürlich bei der Einnahme alle Monate meine Blutwerte von einem Arzt untersuchen. Zu Beginn hatte ich durch die Dauerüberlastung des Körpers und eine suboptimale Ernährung einen deutlichen Magnesiummangel im Blut. Nach einem halben Jahr mit dieser hohen Dosis war der Wert dann endlich auf einem normalen und gesunden Niveau angekommen.

Heute nehme ich nur noch 500-800 mg Magnesium am Tag. Meine Blutwerte sind optimal. Auch hier wieder der wichtige Hinweis: Das waren meine Erfahrungen und Dosierungen, sie sind keine Aufforderung zum Nachmachen, schon gar nicht ohne ordentliche ärztliche Kontrolle über mehrere Blutbilder! Ich betone hier bewusst „gut“, denn einige Ärzte halten leider wenig von der Supplementierung mit Vitaminen und Mineralstoffe. Manche Ärzte sagen sogar sie seien nicht wichtig, die Ernährung reiche völlig aus, obwohl sie nicht einmal nach der Ernährung der Patienten im Detail fragen. Oft werden diese wichtigen Werte nicht einmal als relevant eingestuft um sie in einem Bluttest zu kontrollieren. Wenigsten beim weit verbreiteten Vitamin D Mangel tut sich hier inzwischen etwas Positives und der Wert wird zumindest öfter in den Fokus genommen. Gerade dieser kann sich bei einem Mangel äußerst negativ auf die Stimmung eines Menschen auswirken und eine Depression begünstigen. Ich bin froh nach mehreren Anläufen hier einen guten Facharzt gefunden zu haben, der bei den geringen empfohlenen Mengen auch oft einfach nur den Kopf schüttelt. Aber das ist eine andere Geschichte

Johanniskraut

Das Johanniskraut ist seit dem Altertum dafür bekannt depressive Verstimmungen lösen zu können. Inzwischen gibt es das ehemals natürliche Hausmittel, das im Mittelalter in jedem Klostergarten wuchs nicht nur als freiverkäufliche Produkte in unzähligen Varianten zu kaufen, sondern auch von der Pharmaindustrie in hochkonzentrierter Form. Wäre ich persönlich gezwungen gewesen ein medizinisch nachweisweislich wirksames Antidepressivum zu nehmen, dann wäre dies auf Basis von Johanniskraut gewesen. Ich stand an meinem Tiefpunkt auch kurz vor dieser Entscheidung, synthetische Mittel kamen für mich auf keinen Fall in Frage, damals wie heute.

Ich nahm eines der höher dosierten freiverkäuflichen Mittel*, auch wenn es zu diesen keine Doppelblindstudie gibt und sie angeblich weniger oder gar nicht wirken sollen, weil ihre Wirkstoffkonzentration zu niedrig wäre. Man muss beim Kauf jedoch sehr genau aufpassen. Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Johanniskrautextrakt und Johanniskrautpulver! Das reine Extrakt hat die deutlich höhere Wirkstoffkonzentration, die natürlich dann auch stärker sein muss als es bei dem einfachen getrockneten Johanniskrautpulvern der Fall ist. Es handelt sich schließlich um ein Extrakt, dass zu Pulver verarbeitet wurde, nicht einfach nur um zerkleinerte, getrocknete Teile der Pflanze! Die Wirkstoffe sind also im labortechnisch standardisierten Johanniskrautextrakten deutlich höher, weshalb dieses auch in den Apotheken so erfolgreich verkauft werden und auch wissenschaftlichen Studien in ihrer Wirkung standhalten können.

Ein medizinisch zugelassenes und standardisiertes Johanniskrautextrakt kann eine gute Wirkung bei leichten- bis mittleren Depressionen zeigen. Äußerst bekannt und auch medizinisch geprüft wirksam, ist z.B. das Laif 900 Balance*, dass es sowohl in der Apotheke als auch bei Amazon* und anderen Shops zu kaufen gibt. Die Einnahme sollte selbstverständlich erst nach Rücksprache mit einem guten Arzt erfolgen, auch wenn diese Mittel teils freiverkäuflich zu haben sind! Schade finde ich das bei solchen an sich natürlichen Produkten immer wieder unnötige Zusatzstoffe beigemischt werden müssen. Am unnötigsten ist wohl das umstrittene Titandioxid, nur damit die Tabletten optisch schön weiß aussehen. Oder auch Magnesiumstearat als Fließmittel. Wer braucht sowas…?

Auch wenn es bei den Johanniskraut Präparaten überall ganz klar in den Verpackungsbeilagen gekennzeichnet ist, möchte ich ebenfalls darauf hinweisen nicht in die pralle Sonne zu gehen und auch sonst bei der Einnahme von Johanniskraut die Sonne eher zu meiden. Als Nebenwirkungen können nämlich Pigmentveränderungen der Haut auftreten.

Positive, indirekte Wirkung von Johanniskraut auf den Schlaf durch Linderung von Depressionen?

Da sich Depressionen auch negativ auf den Schlaf auswirken können, kann man davon ausgehen, dass sich dann auch eine positive Auswirkung auf die Schlafqualität bemerkbar macht, wenn die Depressionssymptome gelindert werden. Mehr Schlaf bedeutet dann natürlich auch mehr Ruhe und Erholung, was wiederum die Stresshormone im Körper senkt.

Egal was ihr unabhängig davon an freiverkäuflichen Mitteln und Nahrungsergänzungen einnehmen wollt, fragt vorher am besten immer Euren Arzt oder Apotheker ob es gegebenenfalls Wechselwirkungen zu bestehenden Medikamenten geben könnte. Es handelt sich zwar um natürliche Mittel, doch können auch diese sowie die Einnahme von Supplementen einige Medikamente in ihrer Wirkung herauf oder herabsetzen oder Wechselwirkungen aufweisen! Auch die natürlichen Produkte können selbstverständlich Nebenwirkungen erzeugen. Von daher beachtet bitte immer die Hinweise auf deren Verpackungsbeilagen und sprecht mit einem guten Arzt darüber!



Persönliches Fazit:

Auch aus heutiger Sicht würde ich auf keinen Fall zu synthetischen Schlafmitteln, Angst-Hemmern oder Antidepressiva greifen. Das ist meine persönliche Meinung und Einstellung und ich möchte damit keinen Menschen von seiner Entscheidung diese Mittel einzunehmen abhalten. Es war mein Weg und manchmal ist es leider tatsächlich so, dass zur Therapie bei sehr kritischen oder schwer behandelbaren Fällen erst einmal solche Mittel verwendet werden müssen, um eine Psychotherapie und eine damit einhergehende Veränderung überhaupt einleiten zu können. Eine Dauerlösung sind sie jedoch meiner Ansicht nach nicht. Sie lösen keine Ursachen, sie mindern oder unterdrücken nur die Symptome.

Persönliche Empfehlung auf dieser Webseite:
Gerne kannst Du auch an meinem ausführlichen Burnout Test teilnehmen, selbstverständlich ist dieser kostenlos und ohne Angabe Deines Namens oder Deiner E-Mail Adresse nutzbar.

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Über Marco Eitelmann 20 Artikel
Ich war selbst im Jahr 2016 von einem schweren Burnout betroffen. Ich hatte Depressionen, Angstzustände, Panikattacken und etliche psychosomatische Symptome, wie extreme Schlafstörungen, Sodbrennen, Kloßgefühl im Hals, Schweißausbrüche und viele weitere gesundheitliche Probleme. Ich möchte auf meiner Webseite meinen persönlichen Weg aus dem Burnout schildern und beschreiben welche psychischen und körperlichen Symptome ich hatte und was mir letztendlich alles wirklich geholfen hat um wieder gesund zu werden.

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