Social Media Hygiene – Wie Du in den sozialen Netzwerken aufräumen solltest und wie Dein dortiges Verhalten Deine Psyche positiv oder negativ beeinflussen kann.

Eine schlechte Social Media „Hygiene“ und ein übertriebenes Nutzungsverhalten auf diesen Plattformen und Apps, kann definitiv negative Auswirkungen auf die Psyche haben! Du kannst diese Risiken jedoch mit wenigen und sehr einfachen Regeln minimieren.
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Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist auf Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram oder auch in Chat Apps wie Whats App registriert und aktiv daran beteiligt. Selbst wenn täglich nur ein paar Facebook Beiträge von einem Nutzer gelesen werden und selbst nichts hinzugefügt wird, besteht bereits eine Interaktion.
Die Inhalte die man so konsumiert, teilt oder mit einem „Gefällt mir“ versieht und vor allem auch das persönliche Nutzungsverhalten bei solchen Angeboten, wirkt sich deutlich auf die Psyche aus. Diese Auswirkungen können in einem kleinen Rahmen bleiben oder sich bis hin zu einer massiven und negativen Beeinflussung der psychischen Gesundheit entwickeln.



Social Media und mögliche negative psychische Auswirkungen bei einem unachtsamen Konsum?

Wenn Du hauptsächlich positive Inhalte konsumierst, Dein Social Media Verhalten gut unter Kontrolle hast und möglichst alle negativen Gruppen, Newsseiten und vor allem negative „Freunde“ ignorierst bzw. konsequent aussortierst, dann können soziale Netzwerke durchaus sogar einen positiven Einfluss auf Deine Stimmung und Deine Psyche haben.
Wenn Du allerdings ständig mit negativen Themen bombardiert wirst, immer wieder dieseleben Beiträge von Nörglern und negativen Menschen liest und dann auch noch gleichzeitig in Gruppen verkehrst, die hauptsächlich ebenfalls negative Themen behandeln, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Wenn Du Dich davon auch noch aufstacheln lässt und bei der Negativität aktiv mit geteilten Inhalten, Likes und Diskussionsbeteiligungen mitwirkst, dann wirkt sich dies äußerst ungesund auf Deine Psyche und Deinen allgemeinen langfristigen Gesundheitszustand aus!

Acht einfache Regeln für eine gute Social Media Hygiene und ein gesundes Nutzungsverhalten der sozialen Plattformen

  1. Entferne alle Personen aus Deiner „Freundesliste“ oder stelle sie zumindest auf „Ignorieren“ bzw. „Deabonnieren“ die Dir nicht guttun bzw. sehr häufig negative Dinge in Form von Beiträgen und unsachlichen Äußerungen verbreiten
    Während eine solche Aktion im realen Leben viel schwieriger ist, fällt sie im Internet wesentlich leichter. Die Beseitigung aller negativen Kontakte führt innerhalb von kürzester Zeit zu einem positiveren Newsflow. Die ständig negativen Beiträge und Äußerungen dieser Menschen fallen nun ersatzlos weg. Wie oft hast Du Dich nicht schon zumindest ein klein wenig aufgeregt oder mit runterziehen lassen von solchen Menschen?
  2. Du musst nicht alles sehen und hören, auch wenn es auf der Welt vorhanden ist – Meide vor allem Gewalt, Politik oder negative Pressenews in den sozialen Medien
    Warum solltest Du Dich neben den täglichen News, die Dir die Nachrichten (falls Du sie schaust) oder Deine Mitmenschen oft ungefragt bzw. ohnehin aufdrücken, auch noch zusätzlich mit den negativen Nachrichten, Gewaltdarstellungen und Ungerechtigkeiten auf z.B. Facebook befassen? Spätestens wenn Du das dritte Video oder Bild über geschredderte Küken und Schlachtungen in der Massentierhaltung, Idioten die jemanden Zusammenschlagen oder „erfolgreiche“ Lobbyarbeit für ein giftiges Spritzmittel gesehen hast, sinkt Deine Stimmung merklich! Selbst mit entsprechend aufgebauten Resilienzen wirst Du zumindest von solchen Inhalten negativ tangiert.
  3. Nutze die sozialen Medien in einem gesunden Rahmen!
    Wenn Du täglich ein paar Mal kurz in die sozialen Netzwerke schaust ist das Ok. Du kannst auch ruhig eine Stunde oder etwas mehr Dich aktiv beteiligen, chatten usw. Doch wenn jeder Tag über viele Stunden mit diesen Plattformen und Chatumgebungen gefüllt ist, dann stimmt Dein Nutzungsverhalten einfach nicht mehr und die negativen Auswirkungen auf die Psyche lassen nicht lange auf sich warten, insbesondere dann, wenn Du Dich in diesen Stunden von der Negativität dauerbeschallen lässt oder Dich sogar noch aktiv daran beteiligst!
  4. Man muss nicht alles Liken, Teilen oder Kommentieren
    Es gibt einige Menschen, die müssen nahezu durchgehend mit News und Posts versorgt werden, alles wird gepostet, geliked und geteilt was aus Sicht des Betroffenen auch nur ansatzweise gefällt oder irgendwie interessant sein könnte. Das nervt gegebenenfalls nicht nur die anderen Nutzer, sondern ist reine Zeitverschwendung. Was bewegt man denn damit für sich und die Welt? Was hat man selbst für einen Nutzen davon? Vielleicht Selbstbestätigung?
  5. Sei möglichst Du selbst, keine Fake Person
    Jeder kann so sein wie er möchte, leider sind jedoch viele Menschen in den sozialen Medien, insbesondere auf Facebook und Instagram absolute Fake Persönlichkeiten. „Duck Face“, „Kunstsommersprossen“ und irgendwelche „Tier Öhrchen“ und „Schnäuzchen“ gehören ja schon zur Normalität bei Fotos. Nun ja, wer es braucht oder mag und ab und zu mal macht, OK. Aber dazu kommen häufig noch die vielen unrealistischen Darstellungen des angeblichen perfekten und super tollen Lebenswandels, welche überhaupt nicht stimmen. Sei ehrlich und vor allem sei Du selbst! Verbreite zumindest weniger in dieser Richtung, um es Dir nach und nach abzugewöhnen, am besten jedoch direkt gar nichts mehr dieser Art, das ist Selbstbetrug und tut der Psyche nicht gut. Zudem denken wiederum viele andere vor allem unbewusste, naive und/oder labile Menschen, dass diese Fake-Welt solcher Personen, der Erfolg, das Aussehen, das Geld und die Lebensumstände tatsächlich die Realität sein könnten. Sie vergleichen sich mit dieser Fake Welt, was auch diese Menschen wiederum runterziehen kann und ihr ohnehin oft schwaches Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl weiter schwächt.
  6. Du lebst in der „realen Welt“, nicht in den sozialen Netzwerken, also poste nicht jeden privaten Inhalt in Dauerschleife
    Es ist immer Mal witzig oder auch zeitweise interessant, wenn jemand Urlaubsfotos postet, seinen Einkauf, sein leckeres Essen oder etwas aus seinem Privatleben sowie informative und gute Beiträge diesbezüglich. Es gibt jedoch nicht wenige Menschen, bei denen findet ihr Leben mitsamt 24 Stunden Foto- und Textbegleitung größtenteils nur noch auf Social-Media-Kanälen statt. Poste ruhig auch mal etwas vielleicht „Unnötiges“, einen Spruch, einen Witz, ein lustiges Bild oder Video oder etwas aus Deinem Privatleben, vielleicht auch ab und an einfach Dein Essen mit einem Kommentar dazu… Aber nicht Dein Frühstuck, Dein Mittag, Dein Abendessen, das ganze jeden Tag und am besten dazu Deinen Stuhlgang-Status sowie die komplette Freizeitaktivität von morgens bis abends ergänzt durch Bilder vom Zähneputzen, dem Weg zur Arbeit und dem Stopp im Drive In einer Fastfood Kette und das 24 Stunden und 365 Tage im Jahr! Das ist sicher kein normales oder dauerhaft gesundes psychisches Verhalten.
  7. Beteilige Dich nicht an jeder Diskussion
    Selbst, wenn Du die Möglichkeit berücksichtigt hast alle negativen Personen, Gruppen und Newsseiten zu entfernen, so werden doch immer Mal wieder Themen auftauchen, die einem unter den Fingern jucken diese zu kommentieren oder sich aktiv daran zu beteiligen. Oft sind es „Trigger-Themen“ z.B. Politik, schlechte News oder sehr radikale sowie streitbare Statements von bekannten Persönlichkeiten oder auch Freunden, die gerne ab und zu sich Auskotzen oder Ärger verbreiten wollen. Auch wenn es Dich nun reizt etwas zu schreiben, Du musst es nicht! Achte dabei gezielt auf Deine Gedankenwelt, wenn so ein fast zwanghafter Drang aufkommen sollte. Man kann manchmal nicht allen Diskussionen ausweichen, das muss man natürlich auch nicht, nur bei manchen dieser Diskussionen macht es einfach keinen Sinn sich zu beteiligen. Einige Menschen, insbesondere Dogmatiker, Fanatiker oder Personen die generell an ihrem Standpunkt radikal festhalten, egal wie die Faktenlage ist, bleiben auch auf ihren Überzeugungen sitzen, egal was Du tust oder sagst. Oft wird sich dann sogar gegenseitig hochgeschaukelt, das Niveau sinkt, die Aggressivität steigt und die Faktenlage und das dabei eigentliche Thema treten völlig in den Hintergrund oder es wird massiv abgeschweift und ein anderes Thema zur Ablenkung begonnen.
  8. Nutze die Social-Media-Kanäle nicht als Deine „Müllhalde“ für Negativität, Frust und Ärger
    Was für die Entfernung aller negativen Menschen und Gruppen aus Deinem Nutzerprofil gilt, sollte umgekehrt auch für Dich und Dein Verhalten gegenüber anderen Menschen gelten. Jeder Mensch hat Mal einen „schlechten Tag, irgendwas war ärgerlich, ist schiefgelaufen, man ist auch mal kurzzeitig vielleicht negativ drauf und am Nörgeln oder stark gestresst, das kann halt passieren. Nutze die sozialen Medien jedoch nicht, um Dich dort ständig auszulassen, Deinen Ärger abzuladen und in diesem Fall dann selbst dauernd Negativität zu verbreiten.


Fazit:

Soziale Medien können einen neutralen bis leicht positiven Einfluss auf Deine Psyche haben, häufig ist aber genau das Gegenteil der Fall. Die Nutzung wird als stressig empfunden, ist übertrieben und teils auch einfach unnötig. Man wird zu häufig von negativen Meldungen, Streitthemen oder sonstigen Einflüssen bombardiert, die im Grunde ohne Deine Kenntnis überhaupt nichts in Deinem Leben negativ verändern würde. Wer die Social Media Plattformen sinnvoll nutzt, der kann durchaus einen Profit aus ihnen ziehen. Ständige Negativität und ein übertriebenes Nutzungsverhalten der Plattformen egal ob nun auf dem Smartphone, Tablet oder PC, haben einen nachweislich schlechten Einfluss auf Deine Psyche und Deine Gesundheit und stören insbesondere die Heilung von Burnout, Depressionen und Angstzuständen. Selbst ein psychisch gesunder Mensch sollte sich dem negativen Konsum weder über längere Zeit, noch regelmäßig aussetzen.

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Über Marco Eitelmann 31 Artikel
Ich war selbst im Jahr 2016 von einem schweren Burnout betroffen. Ich hatte Depressionen, Angstzustände, Panikattacken und etliche psychosomatische Symptome, wie extreme Schlafstörungen, Sodbrennen, Kloßgefühl im Hals, Schweißausbrüche und viele weitere gesundheitliche Probleme. Ich möchte auf meiner Webseite meinen persönlichen Weg aus dem Burnout schildern und beschreiben welche psychischen und körperlichen Symptome ich hatte und was mir letztendlich alles wirklich geholfen hat um wieder gesund zu werden.

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